Fuerstenbergs Forstchef: Trockenheit gefaehrdet Schwarzwald

Fuerstenbergs Forstchef: Trockenheit gefaehrdet Schwarzwald

Wegen der langanhaltenden Trockenheit ist der Schwarzwald nach Einschätzung des Leiters des großen Forstbetriebs Fürstenberg, Jens Borchers, in Gefahr. «Es brennt bei uns glücklicherweise noch nicht. Wir sehen die Entwicklung aber mit großer Sorge», sagte Borchers der Deutschen Presse-Agentur in Donaueschingen.


Mit rund 180 Quadratkilometern Fläche ist das Adelshaus zu Fürstenberg aus eigener Sicht hinter der Familie Thurn und Taxis bundesweit der zweitgrößte private Waldbesitzer - und der größte in Baden-Württemberg. Rund zwei Drittel der Flächen liegen im Schwarzwald.


Schon vor zwei Jahren habe der Forstbetrieb gemeinsam mit Nachbarn Waldbrandübungen begonnen, sagte Borchers. «Die Feuerwehren waren nicht vorbereitet, aber sehr interessiert.» Entscheidend sei es, Brandherde früh zu entdecken und zu bekämpfen.


«Wir haben eine Veränderung der großklimatischen Situation», sagte Borchers. «Früher haben sich die Tiefs am Schwarzwald abgeregnet. Über dem Schwarzwald kommt in der Vegetationszeit kaum noch Niederschlag an. Das ist wirklich kritisch.» Auf die Frage, ob er den Schwarzwald als gefährdet ansieht, antwortete Borchers: «Absolut.»


Der Familienbetrieb versuche auf mittlere und längere Sicht, den Wald klimastabil zu machen. Das sei sehr kostspielig. «Je älter die Bäume sind, desto gefährdeter sind sie. Deshalb verjüngen wir den Wald. Junge Bäume können sich besser an den Temperaturwandel anpassen», sagte Borchers. Es werden demnach auch Baumarten gewechselt. Der Nadelbaum Douglasie erscheine dabei als besonders geeignet.


Der Schwarzwald ist eine international bekannte Ferienregion im Südwesten. Zu den Attraktionen gehören der Schluchsee, der Titisee und der 1493 Meter hohe Feldberg.

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